| Sammlung: | Das Buch Hiob und 42 Gemälde |
| Autor: | Fr. Antonio Oteiza |
| Typ: | Malerei |
| Standort: | Katalogisierungsraum |
| Eigenschaften: | Acrylfarbe auf Karton |
| Kunstwerk: |
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| Beschreibung: |
Ich werde nicht aufhören, seine Glieder und seine unvergleichliche Kraft zu beschreiben. Wer hat seine äußere Hülle geöffnet und ist durch seinen doppelten Panzer gedrungen? Wer hat die beiden Tore seines Rachens geöffnet, die von furchterregenden Zähnen umgeben sind? Sein Rücken besteht aus Reihen von Schilden, mit einem Siegel lückenlos verschlossen, so eng aneinandergefügt, dass keine Luft zwischen ihnen hindurchdringt. Jeder ist mit seinem Nachbarn verbunden; sie greifen ineinander und lassen sich nicht trennen. Sein Niesen lässt Licht aufblitzen, seine Augen funkeln wie die Morgenröte. Aus seinem Rachen fahren Fackeln hervor und Feuerfunken sprühen heraus. Aus seinen Nüstern steigt Rauch auf wie aus einem angefachten, siedenden Kessel. Sein Atem entzündet Kohlen, und Flammen schlagen aus seinem Rachen. In seinem Nacken wohnt die Kraft, und vor ihm tanzt der Schrecken. Sein Fleisch ist fest und kompakt, wie an ihm gegossen und unbeweglich. Sein Herz ist hart wie Fels, hart wie ein Mühlstein. Wenn er sich erhebt, erzittern selbst die Helden und geben sich bestürzt geschlagen. Das Schwert, das ihn trifft, hält nicht stand, ebenso wenig Speer, Wurfspieß oder Lanze. Denn Eisen ist für ihn wie Stroh und Bronze wie morsches Holz. Pfeile vertreiben ihn nicht; Schleudersteine werden für ihn zu Spreu. Die Keule gilt ihm wie Flaum, und über das Sausen des Wurfspießes lacht er. Sein Bauch ist mit scharfen Scherben bedeckt und pflügt den Schlamm wie ein Dreschschlitten. Er bringt die Tiefe zum Kochen wie einen Kessel und lässt das Wasser dampfen wie ein Räuchergefäß. Hinter sich lässt er eine leuchtende Spur zurück; das Wasser sieht aus wie ergrautes Haar. Auf Erden ist keiner ihm gleich, ihm, der ohne Furcht erschaffen wurde. Er blickt allem Hohen ins Gesicht und ist der König über alle wilden Tiere. Doch siehe, die Hoffnung, ihn zu bezwingen, wird enttäuscht. Wird etwa auch Gott bei seinem Anblick zu Boden geworfen? Er wird nicht grausam sein, wenn man ihn herausfordert. Wer könnte dann vor mir bestehen? Wer ist mir entgegengetreten und unversehrt davongekommen? Alles unter dem Himmel gehört mir.“ |