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Kapitel 33

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 33

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Beschreibung:

Höre auf meine Worte, Hiob; achte auf meine Rede. Sieh, ich öffne schon meinen Mund, und meine Zunge formt Worte an meinem Gaumen. Ich spreche mit aufrichtigem Herzen, meine Lippen verkünden die reine Wahrheit.

Der Hauch Gottes hat mich geschaffen, der Atem des Allmächtigen gab mir das Leben.

Antworte mir, wenn du kannst; mach dich bereit und tritt mir gegenüber.

Ich bin ebenso wie du ein Werk Gottes, auch ich wurde aus Lehm geformt.

Ich werde dich nicht mit Schrecken überwältigen und dich nicht hart bedrängen.

Du hast es bereits in meiner Gegenwart gesagt, und ich habe es von dir gehört:

„Ich bin rein und ohne Vergehen, ich bin unschuldig und ohne Schuld. Doch er findet Vorwände gegen mich und betrachtet mich als seinen Feind. Er legt meine Füße in den Block und überwacht jeden meiner Schritte.“

Darin hast du nicht recht – antworte ich dir –, denn Gott ist größer als der Mensch.

Wie kannst du es wagen, ihn anzuklagen, weil er über keine seiner Taten Rechenschaft ablegt?

Gott versteht es, auf die eine oder andere Weise zu sprechen, doch der Mensch achtet nicht darauf: in Träumen oder nächtlichen Visionen, wenn tiefer Schlaf über den Menschen fällt, der auf seinem Lager schläft. Dann öffnet er ihm das Ohr und erschreckt ihn mit seinen Warnungen, um ihn von seinen bösen Taten abzubringen und ihn vor Hochmut zu bewahren, um ihn davor zu bewahren, in die Grube zu stürzen und die Grenze des Todes zu überschreiten.

Ein anderes Mal weist er ihn auf dem Schmerzenslager zurecht, durch die unaufhörliche Qual seiner Glieder, bis er die Nahrung von ganzem Herzen verabscheut und seine Kehle selbst die Lieblingsspeise zurückweist. Sein Fleisch schwindet dahin, bis kaum noch etwas davon zu sehen ist, und seine Knochen, die zuvor verborgen waren, treten hervor. Seine Seele nähert sich der Grube und sein Leben den Vernichtern.

Findet sich aber ein wohlgesinnter Engel, einer unter tausend, der als Fürsprecher eintritt, Mitleid mit ihm hat und sagt: „Bewahre ihn davor, in die Grube hinabzusteigen; ich habe ein Lösegeld für ihn gefunden“, dann wird sein Fleisch wieder von Jugendkraft erfüllt, und er kehrt zu den Tagen seiner Jugend zurück.

Er wird Gott anflehen, und dieser wird ihn erhören; voller Freude wird er ihm sein Angesicht zeigen, dem Menschen sein Heil zurückgeben und dem Sterblichen seine Gerechtigkeit offenbaren.

Dann wird dieser vor den Menschen singen und sagen: „Ich habe gesündigt und das Recht verdreht, doch Gott hat mir nicht gegeben, was ich verdient hätte. Er hat mich davor bewahrt, in die Grube zu fallen, und mein Leben wird von Licht überflutet.“

All dies tut Gott zwei- und dreimal mit dem Menschen, um ihn lebendig aus der Grube herauszuführen und ihn mit dem Licht des Lebens zu erleuchten.

Achte auf mich, Hiob, und höre mir zu; schweige, denn ich will reden.

Wenn du etwas zu antworten hast, dann sag es; sprich, denn ich bin bereit, dir recht zu geben. Wenn du nichts zu sagen hast, dann höre mir zu; schweige, und ich werde dich Weisheit lehren.

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