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Kapitel 27

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 27

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Beschreibung:

[Hiob fuhr fort, seine Verse vorzutragen, und sagte:]

„So wahr Gott lebt, der mir mein Recht verweigert, und der Allmächtige, der mich mit Bitterkeit erfüllt: Solange noch Atem in mir ist und Gottes Hauch in meiner Nase, werden meine Lippen keine Unwahrheit reden und meine Zunge keine Lüge aussprechen!

Fern sei es von mir, euch recht zu geben! Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich an meiner Rechtschaffenheit festhalten; ich werde meine Unschuld nicht preisgeben. Mein Gewissen macht mir wegen keines einzigen meiner Tage Vorwürfe.

Mein Feind soll als schuldig dastehen und mein Gegner als ungerecht.

[Zofar ergriff das Wort und sagte:]

Welche Hoffnung bleibt dem Gottlosen, wenn sein Lebensfaden abgeschnitten wird, wenn Gott ihm das Leben entreißt?

Wird Gott seine Klagen hören, wenn die Not ihn überfällt?

War der Allmächtige etwa seine Freude? Rief er Gott zu jeder Zeit an?

Ich will euch die Macht Gottes erklären und euch nicht verbergen, was der Allmächtige beschlossen hat. Wenn ihr alle es selbst erfahren habt, warum wiederholt ihr dann Nichtigkeiten?

Dies ist das Los, das Gott dem Gottlosen bestimmt, das Erbe, das die Gewalttätigen vom Allmächtigen empfangen: Hat er viele Kinder, so sind sie für das Schwert bestimmt, und seine Nachkommen werden sich nicht an Brot satt essen. Die Überlebenden wird die Pest begraben, und ihre Witwen werden sie nicht beweinen. Häuft er Silber an wie Staub und stapelt Kleider wie Lehm, so wird der Unschuldige sie tragen und der Gerechte sein Silber erben. Das Haus, das er baut, wird wie das Gespinst einer Motte sein, wie die Hütte eines Wächters. Legt er sich reich schlafen, so ist es zum letzten Mal; wenn er die Augen öffnet, ist nichts mehr da.

Am Tag überfallen ihn Schrecken, in der Nacht reißt ihn der Sturm hinweg. Der Ostwind trägt ihn fort, der Wirbelsturm reißt ihn von seinem Platz. Er treibt ihn erbarmungslos vor sich her, und jener versucht überallhin zu fliehen.

Wenn er seinen Ort verlässt, begleiten ihn Händeklatschen und Pfiffe.“

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