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Kapitel 35

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 35

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Beschreibung:

Elihu fuhr fort:

„Hältst du es für vernünftig, wenn du sagst: ‚Ich bin gegenüber Gott im Recht‘?

Du fügst hinzu: ‚Was hat es mir genützt, was habe ich dadurch gewonnen, dass ich nicht gesündigt habe?‘

Ich will dir antworten und zugleich deinen Freunden.

Schau aufmerksam zum Himmel und betrachte die Wolken, wie hoch sie über dir stehen.

Wenn du sündigst, welchen Schaden fügst du Gott zu? Wenn du deine Vergehen häufst, was schadest du ihm damit? Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, oder was empfängt er aus deiner Hand?

Deine Bosheit trifft einen Menschen, und deine Gerechtigkeit einen Menschen wie dich.

Unter der Last der Unterdrückung schreien sie auf und rufen um Hilfe gegen die Mächtigen.

Doch sie fragen nicht: ‚Wo ist unser Schöpfer, der in der Nacht neue Kraft schenkt, der uns durch die Tiere der Erde unterweist und uns durch die Vögel des Himmels belehrt?‘

Dann schreien sie wegen des Hochmuts der Frevler, doch er antwortet nicht.

Denn Gott hört nicht auf Falschheit, der Allmächtige schenkt ihr keine Beachtung.

Wie viel weniger, wenn du sagst, dass du ihn nicht siehst, obwohl deine Sache vor ihm liegt und du weiter auf ihn wartest.

Und nun, weil sein Zorn nicht straft und er die Vergehen scheinbar nicht genau beachtet,

öffnet Hiob den Mund und stößt nur Wind hervor, indem er sinnlose Worte aneinanderreiht.“

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