| Sammlung: | Das Buch Hiob und 42 Gemälde |
| Autor: | Fr. Antonio Oteiza |
| Typ: | Malerei |
| Standort: | Katalogisierungsraum |
| Eigenschaften: | Acrylfarbe auf Karton |
| Kunstwerk: |
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| Beschreibung: |
Elifas aus Teman antwortete: Wenn man es wagte, zu dir zu sprechen, ich weiß nicht, ob du es ertragen würdest; doch wer kann seine Worte zurückhalten? Du hast so viele unterwiesen und kraftlose Arme gestärkt. Mit deinen Worten hast du den Strauchelnden aufgerichtet und wankende Knie gestützt. Nun, da es dich selbst trifft, hältst du es nicht aus? Gerätst du in Verwirrung, da nun alles über dich hereinbricht? War nicht deine Gottesfurcht dein Vertrauen und dein rechtschaffenes Leben deine Hoffnung? Erinnerst du dich an einen Unschuldigen, der zugrunde gegangen wäre? Wo hat man je gesehen, dass ein Gerechter vernichtet wurde? Ich habe nur gesehen, dass jene, die Unheil pflügen und Elend säen, genau das auch ernten. Gott haucht sie an, und sie vergehen; der Zorn seines Atems verzehrt sie. Mag der Löwe brüllen und die Löwin ihm antworten, den Jungen werden die Zähne ausgebrochen. Der Löwe stirbt aus Mangel an Beute, und die Jungen der Löwin zerstreuen sich. Unerwartet erreichte mich ein Wort, kaum vernahm ich sein Flüstern: in einer schrecklichen nächtlichen Vision, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, überkam mich ein Grauen, ein Zittern, das alle meine Gebeine erschütterte. Ein Windhauch strich über mein Gesicht, und die Haare meines Körpers richteten sich auf. Da stand etwas – sein Aussehen konnte ich nicht erkennen –, nur eine Gestalt vor meinen Augen. Stille; dann hörte ich eine Stimme: „Kann ein Mensch gegenüber Gott im Recht sein? Kann ein Sterblicher vor seinem Schöpfer rein sein? Wenn er selbst seinen Dienern nicht vertraut und sogar an seinen Engeln Fehler findet, wie könnten dann vor ihrem Schöpfer jene rein sein, die in Häusern aus Lehm wohnen, deren Fundament im Staub liegt? Zwischen Morgen und Abend zerfallen sie; unbeachtet gehen sie für immer zugrunde. Man reißt die Seile ihres Zeltes heraus, und sie sterben, ohne Weisheit erlangt zu haben.“ |