| Sammlung: | Das Buch Hiob und 42 Gemälde |
| Autor: | Fr. Antonio Oteiza |
| Typ: | Malerei |
| Standort: | Katalogisierungsraum |
| Eigenschaften: | Acrylfarbe auf Karton |
| Kunstwerk: |
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| Beschreibung: |
Zofar aus Naama ergriff nun das Wort und sagte: „Meine Erregung drängt mich zu antworten, denn ich fühle mich beunruhigt. Ich habe eine demütigende Zurechtweisung gehört, und ein Hauch meiner Einsicht bewegt mich zur Antwort. Weißt du nicht, dass es seit jeher so ist, seit der Mensch auf die Erde gesetzt wurde: Der Jubel der Gottlosen ist nur von kurzer Dauer, und die Freude des Frevlers währt nur einen Augenblick? Auch wenn sein Ehrgeiz bis zum Himmel steigt und sein Haupt die Wolken berührt, wird er für immer vergehen wie Mist, und die, die ihn gesehen haben, werden fragen: ‚Wo ist er?‘ Wie ein Traum entschwindet er, und niemand findet ihn mehr; er löst sich auf wie eine nächtliche Erscheinung. Die Augen, die ihn sahen, werden ihn nicht wieder erblicken, und sein Ort wird ihn nicht mehr sehen. Seine Kinder müssen wie Arme betteln, denn er musste sein Vermögen zurückgeben. Seine Glieder, noch voller Jugendkraft, legen sich mit ihm in den Staub. Wenn ihm die Bosheit süß schmeckte und er sie unter seiner Zunge verbarg, sie sorgfältig bewahrte, ohne sie loszulassen, und sie an seinem Gaumen festhielt, dann verwandelt sich diese Speise in seinen Eingeweiden in Viperngift. Reichtümer hat er verschlungen, doch er wird sie wieder erbrechen, denn Gott treibt sie aus seinem Bauch. Er wird Viperngift saugen, und die Zunge der Natter wird ihn töten. Er wird sich nicht am Anblick von Bächen aus Öl erfreuen, von Strömen aus Milch und Honig. Den Ertrag seiner Mühen gibt er zurück, ohne ihn zu nutzen, und was er durch Handel erworben hat, wird er nicht genießen. Denn er hat die Armen ausgebeutet und im Stich gelassen und sich Häuser angeeignet, die er nicht gebaut hatte. Weil er seine Gier nicht zu zügeln wusste, wird er nichts von seinen Schätzen retten. Niemand entkam seiner Habgier; deshalb wird sein Wohlstand keinen Bestand haben. Aus dem Überfluss wird er in die Not stürzen, und die Hände der Unglücklichen werden sich gegen ihn erheben. Um seinen Bauch zu füllen, wird Gott die Glut seines Zorns über ihn senden, wie einen Regen, der tief in sein Fleisch eindringt. Entkommt er der eisernen Waffe, durchbohrt ihn der bronzene Pfeil. Der Schaft tritt aus seinem Rücken hervor, und die glänzende Spitze kommt aus seiner Leber heraus. Schrecken stürzt über ihn herein; völlige Finsternis ist ihm vorbehalten. Ein Feuer, das kein Mensch entfacht hat, verzehrt ihn und frisst die Überreste seines Zeltes. Der Himmel enthüllt seine Schuld, und die Erde erhebt sich gegen ihn. Eine Flut reißt sein Haus hinweg, Ströme am Tag des Zorns. Dieses Schicksal hält Gott für den Gottlosen bereit, dieses Erbe bestimmt Gott für ihn.“ |