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Kapitel 2

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 2

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Beschreibung:

Eines Tages kamen die Engel und traten vor den Herrn; unter ihnen kam auch Satan.

Der Herr fragte ihn: –Woher kommst du?

Er antwortete: –Ich bin auf der Erde umhergezogen.

Der Herr sagte zu ihm: –Hast du auf meinen Diener Hiob geachtet? Auf Erden gibt es keinen wie ihn: Er ist gerecht und rechtschaffen, gottesfürchtig und dem Bösen fern. Und du hast mich gegen ihn aufgestachelt, ihn ohne Grund zu vernichten; doch noch immer hält er an seiner Rechtschaffenheit fest.

Satan antwortete: –Haut für Haut! Für sein Leben gibt der Mensch alles hin, was er besitzt.

Streck deine Hand gegen ihn aus, triff ihn an Fleisch und Knochen, und ich wette, er wird dir ins Angesicht fluchen.

Der Herr sagte zu ihm: –Mach mit ihm, was du willst, aber verschone sein Leben.

Und Satan ging fort. Er schlug Hiob mit bösartigen Geschwüren, von der Fußsohle bis zum Scheitel.

Hiob nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu kratzen, während er mitten in der Asche saß.

Seine Frau sagte zu ihm: –Hältst du immer noch an deiner Rechtschaffenheit fest? Verfluche Gott und stirb!

Er antwortete ihr: –Du redest wie eine Törin. Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollen wir dann das Böse nicht auch annehmen?

Trotz allem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen.

Hiobs Freunde

Drei seiner Freunde –Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama– erfuhren von dem Unglück, das ihn getroffen hatte. Sie brachen jeder von seinem Ort auf und kamen zusammen, um zu ihm zu gehen, sein Leid mit ihm zu teilen und ihn zu trösten.

Als sie ihn von weitem sahen, erkannten sie ihn nicht und brachen in Tränen aus. Sie zerrissen ihre Gewänder, warfen Staub zum Himmel über ihre Köpfe und blieben bei ihm, sieben Tage und sieben Nächte auf dem Boden sitzend, ohne ein Wort zu ihm zu sagen, denn sie sahen, wie furchtbar sein Leiden war.

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