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Kapitel 11

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 11

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Beschreibung:

Zofar aus Naama ergriff nun das Wort und sagte:

Soll dieses viele Gerede ohne Antwort bleiben? Soll der Schwätzer etwa recht behalten?

Soll dein Wortschwall andere zum Schweigen bringen? Willst du spotten, ohne dass dich jemand zurechtweist?

Du hast gesagt: „Meine Lehre ist rein, ich bin ohne Makel in deinen Augen.“

Doch möge Gott zu dir sprechen und seine Lippen öffnen, um dir zu antworten. Er wird dir die Geheimnisse der Weisheit zeigen, ihre verborgenen Einsichten, und du wirst erkennen, dass er dir sogar einen Teil deiner Schuld vergibt.

Willst du die Tiefen Gottes ergründen oder die Vollkommenheit des Allmächtigen erfassen?

Sie ist höher als der Himmel – was kannst du tun? Sie ist tiefer als der Abgrund – was kannst du wissen? Sie ist länger als die Erde und breiter als das Meer.

Wenn er erscheint, jemanden gefangen nimmt und vor Gericht ruft, wer könnte ihn daran hindern?

Er kennt die falschen Menschen; wenn er das Böse sieht, sollte er es nicht beachten?

Doch der Tor wird erst Verstand gewinnen, wenn ein Wildesel als zahmes Fohlen geboren wird.

Wenn dein Herz fest ist, dann strecke deine Hände nach ihm aus. Ist Böses in deiner Hand, dann entferne es, und lass kein Unrecht in deinem Zelt wohnen.

Dann kannst du deine Stirn ohne Makel erheben; selbst wenn du bedrängt wirst, brauchst du keine Angst zu haben. Du wirst dein Unglück vergessen oder dich daran erinnern wie an Wasser, das vorübergeflossen ist. Dein Leben wird heller aufgehen als der Mittag, und deine Finsternis wird zum Morgen werden. Du wirst Ruhe finden in der Hoffnung; du wirst dich niederlegen und sicher ruhen. Du wirst daliegen, ohne dass jemand dich erschreckt, und viele werden deine Gunst suchen.

Doch die Augen der Gottlosen werden erblinden; sie finden keinen Ausweg mehr, und ihre Hoffnung ist nur ein Hauch.

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