| Sammlung: | Das Buch Hiob und 42 Gemälde |
| Autor: | Fr. Antonio Oteiza |
| Typ: | Malerei |
| Standort: | Katalogisierungsraum |
| Eigenschaften: | Acrylfarbe auf Karton |
| Kunstwerk: |
Zum Vergrößern klicken |
| Beschreibung: |
Hiob antwortete: „Auch heute klage ich bitter, denn seine Hand macht mein Seufzen noch schwerer. Wenn ich doch wüsste, wie ich ihn finden und zu seinem Gericht gelangen könnte! Ich würde ihm meine Sache vorlegen, den Mund voller Argumente. Ich würde erfahren, mit welchen Worten er mir antwortet, und verstehen, was er mir sagt. Würde er mit mir streiten und dabei seine Macht zur Schau stellen? Dann könnte ich aufrichtig mit ihm verhandeln und meine Sache endgültig gewinnen. Doch wende ich mich nach Osten, so ist er nicht dort; nach Westen, so kann ich ihn nicht erkennen. Im Norden, wo er wirkt, entdecke ich ihn nicht; im Süden verbirgt er sich, und ich sehe ihn nicht. Doch da er meinen Weg kennt, soll er mich prüfen, und ich werde wie Gold daraus hervorgehen. Meine Füße folgten seinen Spuren, ich ging seinen Weg, ohne davon abzuweichen. Ich entfernte mich nicht von seinen Geboten und bewahrte seine Worte in meinem Herzen. Doch er ändert sich nicht: Wer könnte ihn umstimmen? Was er will, das führt er aus. Er wird das über mich bestimmte Urteil vollstrecken und noch vieles andere, was er beschlossen hat. Darum erschrecke ich vor seiner Gegenwart; schon der Gedanke an ihn erfüllt mich mit Furcht. Denn Gott hat mich eingeschüchtert, der Allmächtige hat mich in Schrecken versetzt. Wenn ich doch in der Finsternis verschwinden könnte und Dunkelheit mein Gesicht verhüllte!“ |