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Kapitel 16

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 16

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Beschreibung:

Hiob antwortete:

„Ich habe schon tausend ähnliche Reden gehört; ihr alle seid lästige Tröster.

Gibt es denn kein Ende für leere Reden? Was treibt dich dazu, mir zu widersprechen?

Würde ich so reden wie ihr, wenn ihr an meiner Stelle wärt? Würde ich Worte gegen euch aneinanderreihen und dabei den Kopf über euch schütteln?

Würde ich euch mit meinem Mund trösten? Oder würde das Mitgefühl meine Lippen zurückhalten?

Doch selbst wenn ich rede, lässt mein Schmerz nicht nach; und wenn ich schweige, weicht er nicht von mir. Schließlich hat er mich bezwungen. Du bringst mein Zeugnis zum Schweigen und bedrängst mich; mein Leiden erhebt sich als Zeuge gegen mich und klagt mich ins Gesicht hinein an.

Gottes Zorn greift mich an und zerreißt mich; er knirscht mit den Zähnen gegen mich und richtet seine feindseligen Augen auf mich.

Sie reißen den Mund gegen mich auf, schlagen mir voller Verachtung ins Gesicht und rotten sich alle gegen mich zusammen.

Gott liefert mich den Gottlosen aus und wirft mich in die Hände von Verbrechern.

Ich lebte in Ruhe, da zerschmetterte er mich; er packte mich im Nacken und riss mich in Stücke, er machte mich zu seiner Zielscheibe. Seine Bogenschützen umringten mich; erbarmungslos durchbohrte er meine Nieren und schüttete meine Galle auf die Erde. Eine Bresche nach der anderen schlug er in meinen Leib und stürmte gegen mich an wie ein Krieger.

Ich habe einen Sack über meine Haut genäht und meine Würde in den Staub gesenkt.

Mein Gesicht ist rot vom Weinen, und tiefer Schatten liegt auf meinen Augenlidern, obwohl keine Gewalt an meinen Händen klebt und mein Gebet aufrichtig ist.

Erde, bedecke mein Blut nicht!
Meine Forderung nach Gerechtigkeit soll niemals verstummen!

Und nun, wenn mein Zeuge im Himmel ist und mein Fürsprecher in der Höhe,

– während meine Freunde mich verspotten und ich vor Gott weinen muss –, dann möge er richten zwischen einem Menschen und Gott, zwischen einem Menschen und seinem Freund. Denn nur noch wenige Jahre werden vergehen, und ich werde die Reise antreten, von der es keine Rückkehr gibt.“

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