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Kapitel 18

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 18

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Beschreibung:

Bildad aus Schuach ergriff nun das Wort und sagte:

„Wie lange wollt ihr noch Jagd auf Worte machen? Denkt erst nach, dann wollen wir reden.

Warum haltet ihr uns für Tiere und betrachtet uns als Narren?

Du, der du dich in deinem Zorn selbst zerreißt: Soll deinetwegen die Erde entvölkert oder ein Fels von seinem Platz gerückt werden?

Das Licht des Gottlosen erlischt, und die Flamme seines Herdes leuchtet nicht mehr. Das Licht in seinem Zelt wird dunkel, und seine Lampe erlischt. Seine kräftigen Schritte werden kürzer, und seine eigenen Pläne bringen ihn zu Fall. Seine Füße tragen ihn ins Netz, und er wandelt zwischen Maschen. Eine Schlinge packt ihn an den Knöcheln, und das Grab schließt sich über ihm.

Auf dem Boden sind Schlingen verborgen und Fallen auf seinem Weg.

Schrecken umringen und ängstigen ihn, sie verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. Seine Kraft schwindet dahin, und das Unglück heftet sich an seine Seite. Die Krankheit frisst sich in seine Haut und verzehrt seine Glieder.

Man reißt ihn aus der Geborgenheit seines Zeltes und führt ihn zum König der Schrecken. Sein Zelt wird in Brand gesetzt, und Schwefel wird über seinen Besitz gestreut. Unten verdorren seine Wurzeln, oben verwelken seine Zweige.

Die Erinnerung an ihn verschwindet aus dem Land, und sein Name wird ringsum vergessen. Aus dem Licht wird er in die Finsternis vertrieben und aus der Welt verbannt. Unter seinem Volk bleiben ihm weder Kinder noch Nachkommen, und in seinem Land gibt es keinen Überlebenden von ihm.

Über sein Schicksal erschrecken die Menschen im Westen, und die im Osten packt das Entsetzen.

So sieht die Wohnstätte des Gottlosen aus, der Ort dessen, der Gott nicht anerkennt!“

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