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Kapitel 13

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 13

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Beschreibung:

All das haben meine Augen gesehen, meine Ohren haben es gehört, und ich habe es verstanden.

Was ihr wisst, weiß auch ich, und ich stehe euch in nichts nach.

Doch ich will mich an den Allmächtigen wenden, ich möchte mit Gott rechten, während ihr alles mit Lügen übertüncht und nichts als untaugliche Ärzte seid.

Wenn ihr doch nur ganz schweigen würdet – das wäre wirklich Weisheit!

Bitte hört meine Verteidigung an und achtet auf die Argumente meiner Lippen. Wollt ihr etwa Gott mit Lügen und Ungerechtigkeiten verteidigen?

Wollt ihr für ihn Partei ergreifen oder euch zu Anwälten Gottes machen?

Wie wäre es, wenn er euch erforschte? Könntet ihr ihn täuschen, wie man einen Menschen täuscht?

Wenn ihr heimlich Partei ergreift, wird er euch überführen und eure Schuld offenbar machen.

Erschreckt euch seine Majestät nicht? Erdrückt euch sein Schrecken nicht?

Eure Mahnungen sind staubige Sprichwörter, und eure Erwiderungen sind aus Lehm.

Schweigt, denn nun will ich sprechen. Komme, was da wolle: Ich werde alles riskieren, mein Leben aufs Spiel setzen. Selbst wenn er mich töten wollte, würde ich auf ihn warten, wenn ich mich nur vor ihm verteidigen kann. Das allein wäre schon meine Rettung, denn kein Gottloser kann vor ihm erscheinen.

Hört aufmerksam auf meine Worte, schenkt meiner Rede Gehör. Ich habe meine Verteidigung vorbereitet und weiß, dass ich unschuldig bin.

Will jemand mit mir rechten? Denn jetzt zu schweigen hieße für mich zu sterben.

Gewähre mir, Gott, nur diese beiden Dinge, dann werde ich mich nicht vor dir verbergen: Halte deine Hand fern von mir und erschrecke mich nicht mit deinem Schrecken. Dann klage mich an, und ich werde dir antworten; oder ich werde sprechen, und du antwortest mir.

Wie viele sind meine Sünden und meine Verfehlungen? Zeige mir meine Vergehen und meine Sünden.

Warum verbirgst du dein Angesicht und behandelst mich wie deinen Feind?

Warum erschreckst du ein Blatt, das der Wind verweht, und verfolgst trockenes Stroh?

Du schreibst Auflehnung auf mein Schuldkonto, rechnest mir die Verfehlungen meiner Jugend an und legst meine Füße in den Block. Du überwachst jeden meiner Schritte und prüfst meine Spuren.

So zerfällt der Mensch wie ein alter Schlauch, wie ein Kleid, das von Motten zerfressen wird.

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