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Kapitel 5

Sammlung:Das Buch Hiob und 42 Gemälde
Autor:Fr. Antonio Oteiza
Typ:Malerei
Standort:Katalogisierungsraum
Eigenschaften: Acrylfarbe auf Karton
Kunstwerk:
Kapitel 5

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Beschreibung:

Ruf doch, ob dir jemand antwortet! An welchen Engel willst du dich wenden?

Denn der Groll bringt den Toren um, und die Leidenschaft tötet den Unvernünftigen.

Ich sah einen Toren Wurzeln schlagen, doch plötzlich verdorrte sein Besitz. Seine Kinder waren ohne Rettung, schutzlos wurden sie vor den Richtern niedergetreten. Seine Ernte verschlang der Hungrige, seine Habe riss der Ausgehungerte an sich, und der Durstige verschlang sein Vermögen.

Nicht aus dem Boden wächst das Elend, und die Mühsal sprießt nicht aus der Erde: Der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken dazu, emporzufliegen.

An deiner Stelle würde ich mich an Gott wenden und meine Sache in seine Hände legen.

Er vollbringt unergründliche Taten und Wunder ohne Zahl: Er schenkt der Erde Regen und bewässert die Felder. Er richtet die Demütigen auf und gibt den Niedergeschlagenen sicheren Schutz. Er vereitelt die Pläne der Listigen, sodass ihre Machenschaften scheitern. Er fängt die Verschlagenen in ihren eigenen Netzen und durchkreuzt die Ränke der Tückischen. So geraten sie am helllichten Tag in die Finsternis und tappen selbst im vollen Licht wie in der Nacht umher.

So rettet Gott den Armen vor der scharfen Zunge und vor der gewalttätigen Hand. Dem Hilflosen schenkt er Hoffnung und der Bosheit verschließt er den Mund.

Glücklich der Mensch, den Gott zurechtweist! Weise die Züchtigung des Allmächtigen nicht zurück. Denn er verwundet und verbindet die Wunde, er schlägt und heilt mit seiner Hand. Aus sechs Gefahren rettet er dich, und auch bei der siebten wird dich kein Unheil treffen. In Zeiten des Hungers bewahrt er dich vor dem Tod und im Kampf vor dem Schwert. Vor der Geißel der Zunge wirst du verborgen sein, und wenn das Verderben kommt, brauchst du dich nicht zu fürchten. Über Dämonen und Hungersnot wirst du lachen und die wilden Tiere nicht fürchten. Mit den Geistern des Feldes wirst du einen Bund schließen und mit den wilden Tieren in Frieden leben. Du wirst den Frieden deines Zeltes genießen, und wenn du deinen Besitz überblickst, wird dir nichts fehlen. Du wirst zahlreiche Nachkommen sehen und deine Sprösslinge wie das Gras des Feldes. Ohne Gebrechen wirst du ins Grab hinabsteigen, wie eine Garbe, die zur rechten Zeit eingebracht wird.

All dies haben wir erforscht, und es ist wahr. Höre darauf und nimm es dir zu Herzen.

Werke aus der Sammlung